Currywurst 🌭
Die Currywurst wurde am 4. September 1949 von Herta Heuwer in ihrem Imbiss an der Berliner Kantstraße erfunden. Sie mischte Tomatenmark, Worcestersauce und Currypulver, das sie zuvor von britischen Soldaten der Besatzungstruppen erhalten hatte, zu einer pikanten Sauce über kurz gebratener Brühwurst. 1959 ließ sie die Sauce unter dem Namen Chillup beim Deutschen Patentamt patentieren – ein Novum in der Imbisskultur. Heute werden in Deutschland jährlich rund 800 Millionen Currywürste verzehrt, davon 70 Millionen allein in Berlin am Spätibrett. Die Wurst ist meist eine Bockwurst oder Bratwurst, in Berlin traditionell ohne Darm, im Ruhrgebiet hingegen mit Darm und etwas dunkler gebraten. Volkswagen produziert seit 1973 sogar eigene Currywürste mit eigener VW-Teilenummer 199 398 500 A; mehr als 7 Millionen Stück pro Jahr verlassen die Wolfsburger Fleischerei. Das Deutsche Currywurst Museum in Berlin existierte von 2009 bis 2018 in Mitte. Kult: Herbert Grönemeyers Currywurst-Lied von 1982 und der Imbiss Konnopkes am Eberswalder Tor, der seit 1960 ununterbrochen brutzelt. Klassisch wird sie mit Pommes Rot-Weiß und einem kleinen Holzspieß auf Pappteller serviert.